Wohnungstür sichern – Türsicherung zum Einbruchschutz

Wohnungstür sichern – Wer Familie und Eigentum geschützt wissen möchte, sollte sich über Maßnahmen zur Wohnungstürsicherung informieren. Verschiedene Hersteller bieten heute eine Reihe von Sicherungssystemen an, mit denen sich Mietwohnungen ebenso wie Privathäuser und kommerzielle Gebäude vor Einbrüchen schützen lassen.

Vielerorts werden auch heute noch Schlösser mit veralteter Technologie benutzt, die keinen hinreichenden Schutz gewährleisten. Deshalb ist es ratsam, Erkundigungen über moderne Sicherheitsmethoden einzuziehen und diese auch im eigenen Haus einzusetzen.

Einbruchstatistiken steigen

Gemäß der Statistiken der Versicherer wird in Deutschland alle zwei Minuten eingebrochen und es werden jährlich Schäden in Millionenhöhe verursacht. Die Polizei informiert, dass es den Einbrechern dabei auf Schnelligkeit ankommt.

Mit dem Zusatzschloss die Wohnungtür sichern
Mit dem Zusatzschloss die Wohnungtür sichern

Kann der Täter nicht in höchstens fünf Minuten in das Objekt eindringen, so sucht er nach einem leichteren Einstieg in einem anderen Haus.

In vielen Fällen ist die Eingangstür die bevorzugte Methode, um sich Zutritt zu verschaffen.

Deshalb ist eine gute Türsicherung, die über ein herkömmliches Schloss hinausgeht, auch der beste Einbruchschutz.

Kann der Täter eine gut gesicherte Tür nicht in wenigen Minuten öffnen, so sind die Chancen hoch, dass der Einbruch nicht vollzogen wird.

Fallensperre & Querriegel – was versteht man darunter?

Es gibt verschiedene moderne Zusatzsicherungen für die Eingangstür, die ein Aufbrechen erschweren. Dazu gehört beispielsweise der Querriegel, der auch als Panzerriegel bezeichnet wird und quer über die gesamte Breite der Tür verläuft.

Eine Fallensperre verwandelt sich in einen festen Riegel, sobald die Tür geschlossen wird. So kann das Schloss nicht mit einer Scheckkarte oder einem ähnlichen Objekt geöffnet werden.

Mit einem Tresorbolzen lässt sich das Aushängen oder Aufhebeln der Wohnungstür vermeiden und doppelt gelagerte Türbänder verhindern ein Ausreißen der Tür. Eine weitere ausgezeichnete Sicherheitsmaßnahme ist der Sperrbügel, der mehr Sicherheit als eine Kette verleiht und das Aufstoßen der geöffneten Tür vermeidet.

Wohnungstür sichern leicht gemacht

Das wichtigste Element für ein sicheres Türschloss ist der Schließzylinder. Dieser ist der bewegliche Teil des Schlosses, das beim öffnen und schließen mit dem Schlüssel bewegt wird. Die Zylinder sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und in verschiedene Sicherheitsstufen eingeteilt. Ein Schloss der Sicherheitsstufe 1 kann von Einbrechern relativ leicht geöffnet werden.

Sie bedienen sich dazu solcher Methoden wie Lockpicking, bei denen das Schloss mit einem falschen Schlüssel oder mit Spezialwerkzeugen geöffnet wird. Schlösser der höheren Sicherheitsstufen sind gegen solche Einbrechmethoden und auch gegen Aufbohren geschützt. Deshalb gilt es, einen Schließzylinder der Sicherheitsstufe 3 oder 4 zu wählen, wenn das Schloss Einbruchversuchen standhalten soll.

Einen ausgezeichneten Schutz vor dem Anbohren und Herausziehen des Schließzylinders bieten auch Türschilde aus massivem Stahl, die so angebracht werden, dass sie von außen nicht abgeschraubt werden können. Zu einer guten Sicherheitstechnik gehört neben dem Türschild aber auch ein guter Schießzylinder, da das Türschild allein keinen ausreichenden Schutz gewährt.

Ein Panzerriegel sichert die Tür vor Einbrechern
Ein Panzerriegel sichert die Tür vor Einbrechern

Querriegel oder Panzerriegel sind ebenfalls eine ausgezeichnete Methode, um Wohnungstüren einbruchsicher zu machen. Ein solcher Riegel wird quer über dem ganzen Türblatt meist etwa 30 Zentimeter unterhalb des Schlosses montiert und verriegelt die Tür sowohl auf der Schlossseite als auch auf der Scharnierseite. Ist der Panzerriegel mit einem guten Schließzylinder ausgestattet, der dem Lockpicking standhält und außerdem massiv ist, so wird das Aufbrechen der Tür in fast allen Fällen verhindert. Natürlich sollte auch die Eingangstür selbst über die nötige Stabilität verfügen.

Einbrecher bedienen sich auch häufig der Methode, eine Wohnungstür zu öffnen, in dem sie eine flexible Plastikkarte, wie beispielsweise eine Kreditkarte, zwischen Schloss und Zarge schieben. Mit einer Fallensperre wird dieser Praktik Einhalt geboten. Sobald die Tür geschlossen wird, legt sich diese wie ein Riegel über das Schloss und macht es unmöglich, den Zylinder zu öffnen.

Es ist auch erwägenswert, ein zusätzliches Kastenschloss an der Tür anzubringen. Alle zusätzlichen Schlösser, die an den Eingangstüren angebracht werden, dienen essentiell einem Zweck. Der Einbrecher braucht zusätzliche Zeit, um mehr als ein Schloss zu öffnen. Deshalb entscheiden sich Einbrecher auch oft gegen den Versuch, Türen zu öffnen, die neben dem normalen Türschloss mit weiteren Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sind.

Von Innen lassen sich Eingangstüren gut mit einem Sperrbügel schützen. Dieser dient dazu, die Tür nur einen Spalt zu öffnen, wenn ein Unbekannter läutet. Ein solcher Sperrbügel verhindert es, dass die Tür gewaltsam aufgestoßen werden kann.

Alle Sicherheitsnahmen, die an Türen getroffen werden, um Einbrüche zu verhindern, sollten nicht nur an der Eingangstür vorgenommen werden. Auch Hintertüren, die zum Garten oder zum Hof führen, sowie Kellertüren sollten in der gleichen Weise geschützt werden, so dass durch keine Tür unbefugter Zutritt zum Haus erlangt werden kann.

Einbruchschutz – Das rät die Polizei

Einbruchsicherung ist in allen Schichten der Bevölkerung ein viel diskutiertes Thema und auch die Polizei erteilt den Bürgern immer wieder Ratschläge zu einem umfangreichen Schutz. Die polizeilichen Statistiken beweisen, dass ein effektiver Schutz möglich ist, denn nahezu 40 Prozent aller geplanten Einbrüche scheitern im Versuch. Ein großer Teil dieser Einbrüche wird durch technisch aktuelle Sicherung an Türen und Fenstern vermieden.

Zu den Tipps der Polizei gehören die folgenden Hinweise:

  • Ein guter Schutz der Schwachstellen des Hauses. Dazu gehören Türen, Fenster und Balkontüren, die durch zusätzliche Sicherheitselemente und gute Schlösser geschützt werden können.
  • Sicherheitstechnik sollte nur von Fachpersonal installiert werden, um bestes Funktionieren zu gewährleisten.
  • Die Türen sollten grundsätzlich verschlossen werden, auch wenn der Bewohner nur für wenige Minuten ausgehen möchte.
  • Reserveschlüssel für den Notfall sollten niemals draußen versteckt werden. Sie können von Einbrechern leicht gefunden werden.
  • Bei Verlust des Schlüssels empfiehlt es sich, alle Schließzylinder auszuwechseln.
  • Auch Kellertüren und Dachbodentüren bieten eine Einstiegsgefahr und sollten deshalb stets verschlossen sein.
  • Unbekannte Personen mit verdächtigem Verhalten, die sich in der Nachbarschaft befinden, sollten dem Notruf der Polizei gemeldet werden.

Über diese generellen Hinweise hinaus kann man sich bei der Polizei auch von technischen Fachberatern kostenlos über Sicherheitsmaßnahmen für das eigene Haus oder den Betrieb informieren lassen.

Türen durch Nachrüsten einbruchsicher machen

Nur in der wenigsten Häusern sind wirklich sichere Türen installiert. Trotzdem braucht auf effektive Einbruchsicherung nicht verzichtet werden. Die meisten Elemente lassen sich leicht nachrüsten und sind in den meisten Türen installierbar. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass es sich um stabile Türen aus massivem Holz oder aus Metall handelt.

Panzerriegel, Querriegel, zusätzliche Schlösser und andere Vorrichtungen können überall auch nachträglich eingebaut werden. Auch Schließzylinder lassen sich gegen neue Modelle mit einer höheren Schutzstufe auswechseln. Es ist empfehlenswert, zum Nachrüster der Sicherheitsmaßnahmen den Rat des Fachmanns einzuholen. Bei einer Überprüfung von Türen und Fenstern kann schnell ersichtlich werden, welche Maßnahmen ratsam sind.

Auch die Installation sollte vom Fachmann erfolgen, da dem Laien beim Einbau der verschiedenen Elemente oft Fehler unterlaufen, durch die die Sicherheit in Frage gestellt wird.

Produkte & Hersteller

Viele Marken haben sich auf Sicherheitstechnik spezialisiert. Es ist jedoch ratsam, vor der Kaufentscheidung Testergebnisse zu lesen und Vergleiche zu studieren. Nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Besonders preisgünstige Importe sind häufig von minderwertiger Qualität.

Die Türkette von Abus
Die Türkette von Abus

Als weltweit führend im Bezug auf Sicherheitselemente ist die Firma Abus. Die gesamte Produktreihe des Traditionsanbieters wird in Deutschland entwickelt und produziert, wodurch eine gewisse Qualitätsgarantie entsteht. Es werden Schließsysteme angeboten, die mechanisch und auch elektronisch funktionieren können. Darüber hinaus vertreibt der Anbieter hochwertige Schließzylinder und Riegel sowie Schlösser für Türen und Fenster. Als zusätzlicher Schutzmaßnahme kann sich der Kunde bei Abus auch für eine Alarmanlage entscheiden, die auf Funk basiert und besonders leicht einzubauen ist.

Auch die Sicherungstechnik von Ikon hat einen ausgezeichneten Ruf. Schlösser und Panzerriegel der bekannten Marke stellen einen bewährten Einbruchschutz dar. Die Panzerriegel sind mit hervorragenden Schließzylindern ausgestattet, die dem Lockpicking oder Aufbohren standhalten und die Tür über die gesamte Breite schützen.

Die Marke BKS hat sich für hochwertige, einbruchsichere Schließzylinder einen Namen gemacht, die erheblich zur Türsicherheit beitragen. Auch in Tests der Stiftung Warentest werden Schließzylinder der Firma häufig mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet.

Wenn es um die Sicherheit des Hauses geht, empfiehlt es sich, eine weise Entscheidung im Bezug auf die Qualität der zu verwendenden Sicherheitsprodukte zu treffen. Der Preis spielt in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle. Eine Investition in die Sicherheit von Türen und fenstern kann Einbrüche verhindern und damit die Sicherheit der Familie erhöhen.